Zimtschnecken aus Blätterteig

... und eine kleine Abhandlung über Ceylon-Zimt

Zimtschnecken aus Blätterteig sind unglaublich einfach und schnell zuzubereiten. Ich mache sie oft für Ausflüge, Picknicks, als Fingerfood auf Partys oder bringe sie mit, wenn ich zum Kaffee eingeladen bin.


Die reine Zubereitungszeit beträgt gerade einmal 5 Minuten. Das Rezept eignet sich auch wunderbar für das Backen mit Kindern, die noch nicht so viel Geduld aufbringen und nicht lange warten möchten, bis das Ergebnis ihrer Back- und Kochkunst auf dem Tisch steht. Das beste daran ist, dass nur 4 Zutaten nötig sind, es sei denn, ihr beschließt, den Blätterteig selbst zu machen. Das habe ich mich, obwohl ich ausgeprochen gern koche und backe, noch nicht getraut.

 

Für ein Blech Zimtschnecken braucht ihr:

 

  • einen Becher Frischkäse
  • Zucker und Zimt
  • Blätterteig aus dem Kühlregal (alternativ: tiefgekühlter Blätterteig)

Als erstes rollt ihr den Blätterteig auf einer sauberen Unterlage oder einem großen Brett aus. Die meisten fertigen Blätterteige haben gleich Backpapier mit dabei. Das könnt ihr noch unter dem Teig lassen, müsst es aber vor dem späteren Schneiden des Teiges entfernen. Den Ofen könnt ihr schon jetzt auf 200 Grad Celsius bei Ober-und Unterhitze vorheizen.

 

Auf den ausgerollten Blätterteig streicht ihr etwa einen halben Zentimeter dick den Frischkäse. Das können auch Kinder wunderbar machen. Mein Kind hat den meisten Spaß dabei, den Teig auszurollen und dick zu "beschmaddern", wie er es nennt.

 

Für Zimtschnecken lieber Ceylon-Zimt verwenden

Der Frischkäse wird nun mit Zucker und Zimt bestreut. Ich hatte das Glück, nach monatelanger Suche endlich einen Laden um die Ecke zu finden, der Ceylon-Zimt anbietet. Bei dem Zimt, den man normalerweise erhält, sei es im Supermarkt, im Gewürz- und Kräuterladen oder im Biomarkt, handelt es sich um Cassia-Zimt. Cassia-Zimt besteht aus einer Rinde des Cassia-Zimtbaumes. Der Zimt ist dicker als der Ceylon-Zimt, der vom Ceylon-Zimtbaum stammt. Vor Zimt für Kinder wird immer wieder gewarnt. Das hat damit zu tun, dass der Cassia-Zimt meistens viele Mengen Cumarin enthält. Nimmt man davon kleine Mengen zu sich, passiert nichts. Große Mengen können aber toxisch wirken. Die für Erwachsene geltenden Mengen werden durch das geringere Körpergewicht bei Kindern schnell überschritten - daher die Warnung vor viel Zimt in der Weihnachtszeit. Doch was ist zu viel Zimt?

 

Als Orientierung können die Werte herhalten, die das Bundesinstitut für Risikobewertung in seinen Stellungnahmen angibt. Demnach liegt die tolerierbare Dosis bei 0,1 mg pro Körpergewicht. Bei Kleinkindern ist diese Dosis schnell erreicht. So erreicht laut Stellungnahme des BfR vom 27. September 2012 ein Kind mit einem Körpergewicht von 15 kg diese Grenze schon mit sechs kleinen Zimtsternen. Das kann mit Ceylon-Zimt ganz einfach vermieden werden. Er enthält Cumarin nur in ganz geringen Mengen und gilt daher als völlig unkritisch.

 

Wo man Ceylon-Zimt kaufen kann

Ganz ehrlich, mich hat die Suche nach Ceylon-Zimt irre gemacht. Viele Artikel im Internet behaupten, Ceylon-Zimt wäre im Bioladen erhältlich. Ich habe monatelang sämtliche Bioläden der Umgebung gestürmt. Immer, wenn ich irgendwo unterwegs war und einen Bioladen oder einen Gewürzladen entdeckt habe, habe ich das Gewürzregal nach Zimt durchforstet. Doch selbst im Bioladen fehlt beim gemahlenen Zimt oft die Angabe, um welchen Zimt es sich handelt. Findet ihr keine Angabe, könnt ihr nahezu sicher sein, dass es sich bei dem Zimt um Cassia-Zimt handelt, egal ob Bio-Zimt oder nicht. Fündig geworden bin ich dann durch Zufall. Kaum zu glauben, aber der Gemüsehändler um die Ecke hatte tatsächlich Ceylon-Zimt. An der Kasse lag er hinter dem Verkaufstresen fein säuberlich in wunderschön gerollten Stangen aufgestapelt. Ich bin in solche Begeisterungsstürme ausgebrochen, dass die Verkäuferin heute noch glaubt, ich sei verrückt.

 

 

Den Ceylon-Zimt könnt ihr natürlich im Internet bestellen. Wenn ihr ihn aber bei einem lokalen Händler finden möchtet, lohnt es sich danach zu fragen. Hier in Spanien war das recht aussichtslos (Ich zitiere: "Wie, es gibt mehr als eine Zimtsorte???!!! Zimt ist Zimt!"), aber die Bioläden in Deutschland sind für das Thema sicher schon sensibilisiert und nehmen den Zimt gern in ihr Angebot auf. Wenn ihr für andere Tipps habt, wo ihr Ceylon-Zimt schon gesehen habt oder sogar selbst kauft - immer her und rein in die Kommentare damit ;-)


So, nun aber zurück zu unseren Zimtschnecken! Den mit Frischkäse bestrichenen und mit Zucker und Zimt bestreuten Blätterteig rollt ihr nun zu einer Rolle zusammen. Damit er nicht wieder auseinanderkullert, drückt ihr das Ende etwas an. Das funktioniert bei mir auch ohne Ei ganz gut. Die Rolle legt ihr quer vor euch hin und schneidet mit einem großen Messer fingerdicke Scheiben ab. Die abgeschnittenen Scheiben verformen sich meist etwas, wie schöne, gleichmäßig runde Schnecken sehen sie bei mir jedenfalls nie aus. Am besten ist das Ergebnis, wenn der Teig noch schön kühl ist und das Messer sowohl groß als auch scharf.

 

Die Zimtschnecken legt ihr auf ein Blech mit Backpapier. Da die Schnecken aufgehen, solltet ihr zwischen ihnen genügend Platz lassen. Das Blech schiebt ihr in den Ofen und backt die Zimtschnecken bei 200 Grad Celsius ungefähr 15 Minuten lang. Die Backzeit solltet ihr ein wenig im Auge behalten. Die Zimtschnecken sind fertig, wenn der Teig sich bräunt. Danach heißt es dann genießen. Bei uns sind die Zimtschnecken meist alle, bevor sie überhaupt richtig abkühlen konnten. Wenn ihr damit Gäste überraschen wollt, solltet ihr vorsichtshalber also ein Blech mehr backen...

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Kommentare: 2
  • #1

    Nette (Donnerstag, 07 Januar 2016 18:50)

    Hmmm...ich bin dir sehr dankbar für die Rezeptidee. Es geht so schnell und ist soooooo lecker!

  • #2

    Sabrina (Freitag, 08 Januar 2016 11:03)

    Ich freue mich, dass dir das Rezept gefällt! Gestern gab es bei uns gerade die "salzige" Variante mit Frischkäse und Schinken :-)