Das Museo del Mamut de Barcelona

Ein Museum für Kinder und Erwachsene

Ins Museum mit Kindern? Diese Frage kann für das Museo del Mamut de Barcelona eindeutig mit einem lauten "Jaaaaaa!" beantwortet werden. Das Museum ist nicht nur für kleine Naturwissenschaftler der Hit. Dank spezieller Führungen für Kinder weckt das nette Personal im Museum schon bei kleinen Kindern ab 3 oder 4 das Interesse für alte Knochen und die Prähistorie. Für alle, die Spanisch oder sogar Katalanisch können, ist diese Tour ein echter Glücksgriff. Für alle anderen lohnt sich der Besuch des kleinen, aber feinen Museums im Herzen von Barcelona aber auch. 

Da Kinder bis einschließlich 5 Jahren im Museo del Mamut de Barcelona keinen Eintritt zahlen, wollten wir uns einen Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. Der Eintritt für Erwachsene kostet derzeit regulär 7,50 Euro. Kinder zahlen nach dem 5. und bis zum 15. Lebensjahr 3,50 Euro. Wer einen Studentenausweis oder eine Bibliothekskarte (der öffentlichen Bibliothek hier in Barcelona) vorlegen kann, zahlt 5 Euro. Geöffnet ist das Museum ab 10 Uhr morgens. Im Winter ist es abends bis 20 Uhr, im Sommer sogar bis 21 Uhr geöffnet. Wer an einer Führung teilnehmen möchte, kann dies ab 11 Uhr tun. Entgegen aller ungnädigen Berichte über die patriotischen Katalanen: Als das nette Personal am Eintritt mitbekam, dass wir Spanisch sprechen, wurden wir sofort gefragt, ob die Führung auf Spanisch statt auf Katalanisch stattfinden soll. Da hatte die Führung schon begonnen. An ihr nahmen 6 katalanisch-sprachige Kinder teil, die sich nur wegen uns die ganze Führung auf Spanisch angehört hätten, obwohl ihre Muttersprache Katalanisch ist. Natürlich haben wir dankend abgelehnt und ich habe fleißig versucht, so ein bisschen mein Katalanisch zu verbessern. 

 

Das Museum stellt eine Sammlung von paläontologischen Funden aus, die bei Expeditionen in Sibirien gefunden wurden. Besucher können im Museo Mamut de Barcelona Geschichte mit allen Sinnen erleben. Sie können Zähne und Stoßzähne eines Mammuts anfassen und an dem Horn eines Rhinozeros riechen. Auf letzteres habe ich, ehrlich gesagt, sicherheitshalber verzichtet. Besonders schön sind auch die Reproduktionen der Höhlenmalereien, die die Decken zieren. 

Von der Führung für die Kinder waren wir total begeistert. Selbst die Kleinsten haben aktiv mitgemacht und mitgeraten. Sie durften viel anfassen und wurden immer wieder durch altersgerechte Fragen an die Prähistorie und an die Funde herangeführt. Selbst als Erwachsene haben wir unheimlich viel gelernt. Mein Kind hat am meisten beeindruckt, dass es einmal Neandertaler gab und wollte noch nach dem Besuch immer wieder wissen, was den Neandertaler vom Homo Sapiens unterscheidet. Anhand des Skelettes konnten die Kinder das im Museum eindrucksvoll unter ein wenig Anleitung selbst entdecken. 

 

Abgeschlossen wurde die Führung mit einem lustigen Ratespiel, bei dem die Kinder durch das Museum gegangen sind und geraten haben, welcher Fußabdruck auf den Karten, die sie bekommen haben, zu welchem Tier gehört. Gar nicht so einfach und selbst die Großen waren mit rauchenden Köpfen dabei. Ein Tisch mit Stiften, Blätter und viele von Kindern gemalte Bilder an der Wand laden die Kinder außerdem im Anschluss zum Malen ein. Das war sicher einer der schönsten Besuche, die man sich für Kinder vorstellen kann und wird uns noch lange in Erinnerung bleiben. So macht ein Besuch im Museum mit Kindern Spaß!

 

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