Kinderbücher aus der DDR

Der fliegende Dino

von Bodo Schulenburg und Lauretta Rix

ab 3 Jahren

Zugegeben, vor mir ist kein Flohmarkt sicher, schon gar nicht, wenn es hier Stände mit Büchern gibt. Allerdings findet mein Kind die alten Schinken, die ich begeistert mit nach Hause schleppe, nicht immer spannend. Bei dem Kinderbuch "Der fliegende Dino" allerdings waren wir uns einig - es ist einfach toll. Die Zeichnungen sind wundervoll schlicht und dennoch aussagekräftig. Die Geschichte spielt zwischen Realität und Phantasie. Peter geht zum ersten Mal in die Schule. Blitzeblank hat er seinen neuen Ranzen geputzt und alle freuen sich mit ihm auf seinen großen Tag. Nur Dino nicht. Dino ist der Dinosaurier aus dem Museum. Er besteht nur noch aus Knochen. Trotzdem besucht Peter ihn jede Woche. Als Dino die Schulmappe sieht, die in der Sonne blitzt und funkelt, will er auch in die Schule. Also büchst er aus und läuft Peter hinterher. Das Fehlen des riesigen, kindgerecht und phantasievoll gezeichneten Skelettes, bleibt nicht aus und die Jagd nach Dino beginnt...

 

Bodo Schulenburg, der Autor des witzigen Bilderbuches, wurde 1934 in Potsdam geboren. Viele Jahre lang war er in den DEFA-Filmstudios als Redakteur und Regisseur tätig. Unter anderem war er Chefredakteur für den Kinder- und Jugendfilm. Er veröffentlichte eine Vielzahl an Kinder- und Jugendbüchern, entwickelte Hörspiele, Theaterstücke für Kinder und Fernsehfilme. Bodo Schulenburg ist vor allem für sein Kinderbuch "Markus und der Golem" bekannt. Erschienen 1987, ist es in einer Zeit entstanden, in der sich die Kinder- und Jugendliteratur häufig mit dem Faschismus auseinandersetzte. Das Buch setzt sich mit der Deportation jüdischer Kinder auseinander und ist für Kinder ab etwa acht Jahren geeignet. 

 

Kinderbücher vom Flohmarkt

Ein kleiner Tipp am Rande: 

 

Manchmal müffeln alte (Flohmarkt-)Bücher wirklich erbärmlich. Am schlimmsten finde ich persönlich, wenn sie nach Zigarettenrauch riechen. Doch auch Bücher, die ihr Dasein in feuchten Kellern oder auf Dachböden fristen mussten, riechen oft unangenehm. Den Geruch bekommt ihr weg, wenn ihr die Bücher in eine Tüte steckt, diese fest verschließt und die Bücher für einige Zeit (am besten über Nacht) in den Tiefkühlschrank gebt. Bei mir hat das bisher gut geholfen. Ansonsten soll es auch möglich sein, den Geruch mit Katzenstreu weg zu bekommen. Hierfür gebt ihr das Buch einfach mit frischer Katzenstreu zusammen in eine Tüte, verschließt sie und lasst das Buch einige Zeit drin. Die Katzenstreu nimmt die Feuchtigkeit auf. Daher kann ich mir vorstellen, dass das gut hilft, wenn Bücher schimmelig riechen. Euch viel Erfolg beim Stöbern auf Flohmärkten und in Bücherkisten!

 

Bodo Schulenburg, Lauretta Rix: Der fliegende Dino. Kinderbuchverlag Berlin, Berlin 1971.

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Kommentare: 2
  • #1

    Anne (Freitag, 15 April 2016 09:34)

    Vielen Dank für den Tipp mit dem Tiefkühlschrank und der Katzenstreu, werde ich doch gleich das nächste Mal testen. Ich hatte nämlich leider das Problem, dass manche Bücher den feuchten Keller nicht überstanden haben :(

  • #2

    Sabrina (Sonntag, 17 April 2016 09:40)

    Hallo Anne,

    freut mich, wenn ich dir helfen konnte. Bei mir hat der Trick mit dem Tiefkühlschrank bisher wirklich super geklappt. Ich habe dafür übrigens immer diese mit Zipper verschließbaren Tiefkühltüten genommen. Die gibts in jedem Supermarkt und man muss keine Angst haben, dass die Bücher doch irgendwie von außen feucht werden. Bin gespannt, ob es bei dir auch funktioniert...