Zweisprachiges Kinderbuch: Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee

von Marcus Pfister

Bildquelle: NordSüd Verlag
Bildquelle: NordSüd Verlag

Neues vom Regenbogenfisch

"Der Regenbogenfisch" von Marcus Pfister gehört zweifellos zu den bekanntesten und beliebtesten Kinderbüchern. Klar, dass der kleine Fisch, der sich vom eitlen Wesen zum echten Freund entwickelt, nicht allein bleiben durfte. Im Jahr 2009, 17 Jahre nach Erscheinen des ersten Bilderbuches zu dem kleinen Fisch mit der Glitzerflosse, brachte der NordSüd Verlag "Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee" heraus. Wir haben das tolle Kinderbuch hier in der Bibliothek als zweisprachige Ausgabe in Deutsch und Spanisch entdeckt und es natürlich sofort mitgenommen. 

 

Der Regenbogenfisch findet neue Freunde

Das Meer zieht mit seinen Tiefen und seinen unbekannten Lebewesen Groß und Klein in seinen Bann. So fehlt es auch nicht an Spannung, als der kleine Regenbogenfisch sich aufmacht, um zusammen mit seinen Lesern die Tiefen des Meeresbodens zu erkunden. Die Angst vor dem Unbekannten - eine der urmenschlichsten Ängste, wie die Flüchtlingskrise leider zeigt - ist auch dem Regenbogenfisch nicht fremd. Oft schwimmt er mit seinem Freund an die Klippe und schaut in die Tiefe. Als seine einzige, ihm noch verbleibende Glitzerschuppe von der Strömung in den gefährlichen Abgrund des Ozeans gerissen wird, ist der Regenbogenfisch untröstlich. Er macht sich auf, seine Schuppe zu suchen. Wie gut, dass er auch in den dunklen Tiefen des Meeres nicht allein ist, sondern überraschend Hilfe bei der Suche nach seiner Glitzerschuppe bekommt! Ob er sie wohl finden wird? Und auf wen der Regenbogenfisch bei seiner Suche wohl treffen wird?

 

"Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee" ist genauso schön, freundlich und glitzernd gestaltet, wie wir es von Marcus Pfister gewohnt sind. Doch auch dieses Kinderbuch hat mehr als ein schönes Glitzern zu bietet. Es zeigt, dass es sich lohnt, "gewohnte Gewässer", die Wohlfühlzone, zu verlassen und seine Ängste zu überwinden. Wieder einmal zeigt der kleine Regenbogenfisch seinen großen und kleinen Lesern, wie es gelingt, neue Freunde zu gewinnen und dass es im Leben auf mehr ankommt, als auf den schillernden Schein. Für uns war es besonders schön, eine zweisprachige Ausgabe zu finden. Sinn machen zweisprachige Kinderbücher für Kinder, die bilingual aufwachsen. Nicht selten kommt es bei uns zum Beispiel im Alltag vor, dass die kleine Leseratte für das abendliche Lesen ein Buch in der Sprache aus dem Regal zieht, das eben nicht in der Muttersprache des jeweiligen Vorlesers geschrieben ist und das er dann wieder wegpacken muss. Zweisprachige Bücher erleichtern damit nicht nur den Spracherwerb, sondern machen tatsächlich auch den Alltag in bilingualen Familien einfacher. 

 

Marcus Pfister: Der Regenbogenfisch entdeckt die Tiefsee / El pez Arcoiris descubre el fondo del mar. NordSüd, Zürich 2009 (Herausgegeben in Kooperation mit Edition bi:libri, München).

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0