Schulgespenster - ein gespenstisch schönes Kinderbuch

von Achim Bröger und Regina Kehn

ab etwa 6 jahren

 

Kindern, die gerade in die Schule kommen, muss das Gebäude mit seinen vielen Klassenräumen, die weiten Fluren, den großen Lautsprechern und den ganz eigenen Regeln ganz schön merkwürdig vorkommen. Viele von uns Erwachsenen können sich noch ganz gut an ihren ersten Schultag erinnern und daran, wie groß und beeindruckend alles gewirkt hat. Kinderbücher, die sich um das Thema Schule ranken, sind für Grundschulkinder daher eine gute Möglichkeit, ihren Alltag zu reflektieren und mit den Eltern darüber ins Gespräch zu kommen. Dabei darf natürlich die Fantasie nicht zu kurz kommen. 

 

Wenn Gespenster in die Schule gehen

 

Das Kinderbuch Schulgespenster bieten einen spannenden Ansatz, sich mit dem Thema Schule auseinanderzusetzen. Die zwei Gespenster Antonia und Alfred schlafen nach ihrem Mitternachts-Unterricht ein und finden sich plötzlich am Morgen in der Menschenschule wieder. Da bleibt ihnen nichts anderes übrig, als sich als Menschenkinder auszugeben und den Unterricht mitzumachen. Allerdings fällt der ganz anders aus als bei ihnen. Die Menschenkinder haben komische Fächer, wie Mathematik, und es will den Gespenstern nicht einleuchten, wofür man so etwas denn brauchen soll...

 

 

Ein Kinderbuch mit Grusel-Spannung

Fast jedes Kind gruselt sich wohl gern ein bisschen. Davon zeugen die vielen Kinderbücher, die sich um Gestalten wie Monster, Hexen, Gespenster und Vampire ranken. Zuviel Gruseln schlägt dabei jedoch schnell ins Gegenteil um und sorgt schnell dafür, dass die Kinder Ängste entwickeln, Abends nicht einschlafen können oder nachts schlecht träumen. In Schulgespenster hat der Autor genau das richtige Maß getroffen und die Spannung, die sich um das Thema Gespenster entwickelt in den normalen Schulalltag eingebunden. Damit ist das Kinderbuch aufregend und die Kinder haben Lust, es bis zum Ende durchzulesen, es macht ihnen aber keine Angst. 

 

Die Erlebnisse der beiden Gespensterkinder erlauben nicht nur einen Einblick in den Schulalltag mit all seinen Facetten, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen. So verschaffen sich Antonia und Alfred bei den anderen Kindern mit Gespenster- und Zaubertricks Akzeptanz. Zugleich nehmen sie ihre Leser mit ins Lehrerzimmer und lauschen, nachdem sie sich unsichtbar gemacht haben, dem Gespräch der Lehrer. DAs Buch ist gut gegliedert und damit für Kinder ab Ende der zweiten, Anfang der dritten Klasse gut zum Selberlesen geeignet. Doch auch Leseanfänger können schon selbst die ersten Leseerfahrungen damit sammeln, wenn sich Eltern und Kinder beim Vorlesen abwechseln.

 

Achim Bröger, Reginea Kehn: Schulgespenster. Thienemann. Stuttgart, Wien 1991. ISBN 3 522 168011.

 

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