Nutella-Fans aufgepasst!

Wer liebt ihn nicht - den cremigen, schokoladigen Brotaufstrich? Auf vielen Frühstückstischen darf er nicht fehlen und ich kenne so einige kleine Schleckermäuler, bei denen ein Frühstück ohne Nutella nicht denkbar ist. Doch Nutella enthält, wie etwa jedes zweite Produkt aus dem Supermarkt, Palmöl. Vor dem warnt, zumindest in raffinierter Form, die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA). Wie die Nachrichtenagentur Reuters gestern berichtete, wirbt der Nutella-Produzent Ferrero dennoch für sein Produkt und das darin enthaltene Palmöl.

 

Bildquelle: pixabay.com
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Was ist Palmöl und wann ist es schädlich?

Palmöl, so die Beschreibung des European Food Information Council, ist ein pflanzliches Speiseöl, das aus Palmfrüchten hergestellt wird. Bei Zimmertemperatur ist Palmöl als einziges pflanzliches Öl von Natur aus fest. Lebensmitteln, wie Margarine, Gebäck, Keksen, Eis und vielem mehr verleiht Palmöl Wärmebeständigkeit und Geschmeidigkeit. Zudem verbessert es den Geschmack. Laut Ferrero würde Nutella ohne Palmöl seine cremige, glänzende Konsistenz verlieren. Das Problem daran: Palmöl wird normalerweise in raffinierter Form verwendet. Dabei gehen nicht nur wichtige Vitamine verloren, sondern es entstehen auch die potenziell schädlichen Glycidyl-Fettsäureester (GE). Zu diesen äußert sich Dr. Helle Knutzen, Vorsitzende des CONTAM-Gremiums, laut Pressemitteilung der EFSA wie folgt: "Da die gentoxische und karzinogene Wirkung von Glycidol hinreichend nachgewiesen ist, hat das CONTAM-Gremium keinen sicheren Wert für GE festgelegt." Im Klartext gilt demnach für raffiniertes Palmöl: auch ein bisschen kann schädlich sein. 

 

Die Verteidigung des Palmöls von Seiten Ferreros beruht nach dessen Angaben auf einem Verfahren, bei dem Temperaturen unter 200 Grad Celsius mit niedrigem Druck kombiniert werden, um Kontaminationen zu vermeiden und das GE zu minimieren.

 

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