Sommer, Sonne - Sonnenschutz!

Wie jetzt, NOCH ein Artikel über Sonnenschutz??? Egal, wohin man schaut, die Zeitungen, Blogs, Magazine und Foren schein voll zu sein von Beiträgen zum Thema Sommer, Sonne, Sonnencreme und Sonnenschutz für Kinder. Muss da jetzt echt noch einer kommen, werdet ihr euch fragen? Wie es aussieht - JA! Das beweist ein Artikel, der kürzlich bei jetzt in der Rubrik Herzensbrecher veröffentlicht wurde. Der Autorin, die den Artikel zum Thema UV-Schutz-Kleidung für Kinder geschrieben hat, bricht es angesichts der "bemitleidenswerten Geschöpfe", die in diese Kleidung gesteckt werden nämlich das Herz. Einen deutlicheren Beweis dafür, dass die Bedeutung des Themas Sonnenschutz noch immer nicht bei jedem angekommen ist, kann es kaum geben. 

 

Bevor ich euch beschreibe, wie wir hier in Spanien mit dem Thema Sonnenschutz für Kinder umgeben, möchte ich einen Kommentar auf den benannten Artikel nicht vorenthalten, der am besten zusammenfasst, was dazu zu sagen ist. So kommentierte FredMunich folgerichtig:

 

"Bei so einem Artikel kann ich nur noch den Kopf schütteln. Nach der bisher folgenlosen Entfernung eines Melanoms wäre ich meinen Eltern dankbar gewesen, vor 30 Jahren alles unternommen zu haben, um mich und meine Schwester vor der Sonne besser bzw. konsequenter zu schützen. Die Haut vergißt nie!" 

 

Von mir persönlich gibt es auf jeden Fall ein großes "Danke!" für diese Reaktion. Wie gehen wir denn nun aber eigentlich mit dem Sonnenschutz um?

 

Urlaub in Spanien? - Nicht ohne Hut und Sonnencreme!

Jeder, der uns zwischen März und Oktober hier in Barcelona besuchen kommt, bekommt von mir so etwa den gleichen Vortrag zu hören: vergesst nicht die Sonnencreme! Und zwar mit Sonnenschutzfaktor 50. Neulich habe ich die Empfehlung eines Kinderarztes zum Urlaub im Süden mit Kind gelesen, die besagte, Sonnenschutzfaktor 30 sei ausreichen. Dem ist DEFINITIV nicht so! Mein Kind, das eine sehr helle Haut hat und ich selbst kommen mit einem niedrigeren Sonnenschutzfaktor nicht aus. Ich nutze im Gesicht beispielsweise das ganze Jahr über Sonnenschutz und trotzdem hat sich meine Haut hier in Spanien sehr verändert. Zu den Sonnensprossen, die ohnehin schon da sind, sind große Sonnenflecken hinzugekommen, die zwar nicht gefährlich sind und mich auch nicht besonders stören, die aber durchaus zeigen, wie intensiv die Sonne hier scheint. 

 

In der Praxis sieht Sonnenschutz bei uns so aus, dass ich mein Kind jeden Morgen, bevor wir aus dem Haus gehen, eincreme. Vor allem der Nacken, die Schultern und das Gesicht bekommen viel Aufmerksamkeit, um nicht etwa ein Fleckchen auszulassen. Doch auch auf den Ohren, am Hals und an den Beinen will Sonnencreme verteilt werden. Lästig ist das natürlich, klar. Aber man gewöhnt sich schnell dran und ist es erst einmal zur Routine geworden, gehört es zum Tagesablauf genauso dazu wie das Zähneputzen. Außerdem habe ich in der Tasche immer eine Mini-Tube Sonnencreme dabei. 

 

Die passende Kleidung für den Sommer

Im Sommer geht mein Kind nicht nur nie ohne Sonnencreme aus dem Haus, sondern auch die Kopfbedeckung gehört dazu. Mal ehrlich, es gibt sooooo viele Hüte, Mützen, Basecaps und Co., die luftig und schick sind, da muss man nicht drauf verzichten. Weiß man, dass man sich ein paar Stunden in der Sonne aufhält, funktioniert eine Kopfbedeckung mit Schirm und Nackenschutz am besten. Die schützt zusätzlich die Augen, die die Sonne auch nicht besonders gut vertragen. Was die Kleidung angeht, bekommt mein Kind außerdem immer T-Shirts an, die die Schultern bedecken, die selbst mit Sonnencreme und mit stündlichem Nachcremen schnell rot werden. Am angenehmsten ist Kleidung mit luftigem Schnitt und aus natürlichen Materialien. Ich habe schon länger Leinen für mich entdeckt, der sich selbst bei heißen 30 °C noch angenehm und kühl auf der Haut anfühlt. 

 

Eine Siesta darf sein!

Verbringt ihr den Sommer am Mittelmeer - ganz egal, in welchem Land - wollt ihr ganz sicher den Strand und das Meer genießen. Schaut ihr euch genau an, wer hier wann sein Handtuch ausbreitet, werdet ihr schnell erkennen, wie die Einheimischen mittags fluchtartig den Strand verlassen. So gern sie als Marotte gesehen wird, in den Ländern des Südens macht die Siesta tatsächlich Sinn. Sie ist nämlich der wirksamste Sonnenschutz und ihr solltet die pralle Sonne zwischen 13 Uhr und 16 Uhr auf jeden Fall vermeiden. Fragt man die Spanier, empfehlen viele sogar, nicht zwischen 11 Uhr und 17 Uhr an den Strand zu gehen. Wie wäre es beispielsweise, die Mittagszeit bei einer leckeren Erfrischung und mit einem Stapel toller Kinderbücher zu verbringen?

 

 

Solltet ihr das Glück haben, den Sommer im Süden zu verbringen, wünschen wir euch einen wunderschönen Urlaub ohne Sonnenbrand!