Michel und Klein-Ida aus Lönneberger

Kinderbuchklassiker von Astrid Lindgren

ab 6 Jahren

 

Die Kinderbücher von Astrid Lindgren dürfen in keinem Bücherregal fehlen und auch nach all den Jahren, die die Bücher der berühmte Kinderbuchautorin nun schon kleine und große Leser erfreuen, haben sie an Faszination nichts eingebüßt. Seit einiger Zeit gehört das Kinderbuch "Michel und Klein-Ida aus Lönneberga" zu den Favoriten, die wir aus dem Regal ziehen, wenn die allabendliche Vorlesezeit angebrochen ist. Selbst Tage, die einmal nicht so gut gelaufen sind, enden mit einem herzerfüllenden Lachen, wenn Michel wieder seinen Unfug treibt.

 

"Klappe, Cut, Hurra - Aufregende Drehtage in Berlin" ist ein wunderschönes Kinderbuch das erklärt, wie ein Film entsteht.

Drei Geschichten in einem Kinderbuch

Der Band "Michel und Klein-Ida aus Lönnberga" beinhaltet gleich drei Geschichten von Astrid Lindgren, die sich um den berühmten Spitzbuben Michel drehen. Ob er nun will oder nicht, Michel treibt immer Unfug und in der Regel endete der für ihn im Tischlerschuppen, wo er zur Strafe einsperrt wurde und, während er darauf wartete, dass die Tür sich irgendwann wieder öffnete, ein Holzmännchen schitzte. Ganze 324 Männchen waren so schon zu Stande gekommen. Keine Frage, es würden mit der Zeit ganz sicher noch mehr werden.

 

Unfug Nummer 325

 

In der ersten Geschichte dieses Kinderbuches, möchte Michel eigentlich nichts als seiner Mama eine Freude bereiten. Die größte Plage in diesem Sommer sind die Fliegen. Da sein Vater zu geizig ist, einen Fliegenfänger zu kaufen, an dem die Plagegeister hängen bleiben würden, beschließt Michel, selbst das Geld hierfür zusammenzutreiben. Also schnitzt er sich einen Bettelstab - ganz meisterhaft mit seinem Namen und hübschen Verzierungen eingekerbt - und verkleidet sich. Tatsächlich trifft er auf die Pastorsfrau, die Mitleid mit dem kleinen Bettler hat und ihm gleich zwei Kronen in die Hand drückt. Zwanzig Fliegenfänger kann er dafür kaufen und seinen Eltern eine riesige Überraschung damit machen. Wie gut, dass die Eltern an diesem Abend nicht da sind und er die Fliegenfänger gleich aufhängen kann. Klebrig wie sie sind, tun die Fliegenfänger tatsächlich schon in der Nacht ihre Sache, allerdings sind es nicht die Fliegen, die in ihnen hängen bleiben.

 

Als Klein-Ida auch mal Unfug machen wollte

 

Michel landet als Folge des ganzen Unfugs, den er so treibt, nahezu täglich im Tischlerschuppen. Eigentlich aber ist der Schuppen ganz gemütlich. Das findet auch seine kleine Schwester Ida. Die aber schafft es einfach nicht, auch einmal dort eingesperrt zu werden. Michel gelang es immer, dass Unfug aus etwas wurde, sie aber konnte einfach keinen Unfug, auch nicht den aller kleinsten fabrizieren. Während Ida noch versucht herauszufinden, wie sie wohl auch einmal zu ihrer Strafe kommen könnte, ist Michel schon auf der Schafskoppel und lässt aus versehen den bösen Schafbock heraus. Der erschrickt die alte Krösa-Maja so, dass sie auf einen Steinwall flüchtet und von dort gerettet werden muss. Bei dem Versuch, den Schafbock abzulenken, landet dieser auch noch im Tümpel und muss hieraus gerettet werden. Während Michel den Rest des Tages im Schuppen verbringt, sitzt Klein-Ida traurig davor und ahnt, dass sie wohl nie hinein kommen würde. Oder am Ende vielleicht doch noch?

 

Nur nicht knausern, sagte Michel aus Lönneberga

 

Im tiefsten Winter gibt es auf dem Hof Katthult, wo Michel wohnt, ein Fest. Alle sind eingeladen - auch die junge Lehrerin, die auf Skiern gefahren kommt und viel Frohsinn mitbringt. In ihrem jungen Übermut, schlägt sie erst eine Schneeballschlacht vor, die die Magd von der Arbeit abhält, dann stiftet sie die Gäste zu einem alles andere als sittlichen Spiel an. An diesem Tag landet Michel zwischenzeitlich zwar ebenfalls im Tischlerschuppen, am Ende jedoch rettet er die gute Laune auf dem Fest, das so schnell sicher niemand mehr vergessen wird.

Astrid Lindgren: Michel und Klein-Ida aus Lönneberga. Oetinger 2003. ISBN: 3-7891-4155-0. 

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